Geschichte

 

Die Grundschule Fehrbellin begann ihre Arbeit mit dem Schuljahr 1991/ 92.

 

Das Gebäude wurde im Jahre 1818 erbaut und erhielt Anfang der 50er Jahre einen Anbau. Direkt neben der Schule wurden ein Hortgebäude und eine Mehrzweckhalle (Doppel-Sporthalle) errichtet.

 

Die Grundschule Fehrbellin nahm ihre spezifische Arbeit im August 1991 auf. Vorher wurden hier Schülerinnen und Schüler in einer 10-klassigen allgemeinbildenden polytechnischen Oberschule unterrichtet.

Nachdem die Linumer Schule aufgelöst wurde, platzte die Schule mit über 550 Schülerinnen und Schülern aus allen Nähten.

Eine Filiale mit 3 Klassen musste in der Nähe der Schule eingerichtet werden.

 

 

Seit dem 04.07.2006 heißt  die Grundschule Fehrbellin

             " Johann-Heinrich-Bolte-Grundschule ".

 

 

Wer war Johann-Heinrich -Bolte  ?

 

Johann Heinrich Bolte

 

15.12.1750- 14.04.1817

 

Johann Heinrich Bolte war Pfarrer, Superintendent und Schriftsteller

in Fehrbellin.

Bolte besuchte das Gymnasium in Neuruppin und studierte

später in Halle Theologie.

Er war ab dem Jahre 1771 Prediger in Kränzlin, Darritz und Karwesee.

Es gibt wenige Hinweise auf Boltes Persönlichkeit.

Aber es fand sich eine Aussage: „Bolte sei ein Mann von ausgebreiteter

Gelehrsamkeit , von Geist und Kraft, der sich durch Beredsamkeit in Wort und

Schrift auszeichnete."  Dies sagte Karl Friedrich von Knesebeck.

Das Zitat von Fontane zu seiner Person belegt, dass er bis ins späte

19. Jahrhundert hinein ein durchaus bekannter Schriftsteller war.

Bolte war Mitglied der Märkischen Ökonomischen Gesellschaft, die sich den zeitgemäßen ökonomischen und sozialen Fragen widmete. Mit seiner Gattin Anna Sophie hatte er insgesamt 14 Kinder.

Es waren 3 Söhne und 11 Töchter.

Boltes politische Einstellung ist wohl als patriotisch zu bezeichnen.

Er vertrat das Ideengut der Aufklärung.

So postuliert er den Staatsbürger, der sich seiner Rechte

und Pflichten bewusst ist.

Grundlage hierfür ist für ihn die Schulerziehung.

Durch sie erhalten die zukünftigen Bürger

die Fähigkeiten, die Gesetze zu verstehen.

Er war Mitarbeiter an Campes sechzehnbändigem „Revisonswerk des gesamten Schul-und Erziehungswesens“ . Sein Werk war die Grundlage zum Schulplan für niedere Stadt- und Landschulen. Ziel war eine Schulform im Sinne der Aufklärung. Im Mittelpunkt dieser Ideen steht die Anleitung zum selbstständigen Denken, der Entfaltung der Vernunft als der geistigen Grundkraft des Menschen.

In seinem Werk  "Über Nach- und Forthilfe für die Lehrer in den Elementarschulen“ erläutert er, wie durch Lehrerbildung auch für Elementarschulen der Bildungsstand und die geistige Selbstständigkeit im Sinne der Aufklärung gefördert werden soll.

Dieses Werk war Schulungsunterlage für seinen 1812 in Fehrbellin durchgeführten Normalkurs. An diesem Kurs nahmen 108 Teilnehmer aus der Gegend Preußens teil.

Erst nach seinem Tod gelang es, den von ihm angeregten Schulneubau in Fehrbellin 1818 zu vollenden.  Ab 1805 war er Superintendent in Fehrbellin und hatte die Schuloberaufsicht. Er führte zahlreiche Erneuerungen durch. Neu waren ebenfalls die von Bolte in Fehrbellin eingeführten öffentlichen Schulprüfungen. Die erste Schulprüfung 1806 verlief sehr erfolgreich und zeigte, welche Veränderungen Bolte bewirkt hatte. Um das Schulwesen grundlegend zu ordnen, entwarf Bolte 1810 eine Schulordnung. In dieser wurden z.B. die Schulaufsicht, der Schulzwang, der Unterricht, die Prüfungen und die Schulzeit festgelegt. Bolte prägte entscheidend die Entwicklung eines modernen Schulwesens in Fehrbellin.

 

Verfasser dieses Beitrages sind:

Alessa und Paul (Schüler der Klasse 6b Schuljahr 2011/2012) )